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08.10.2018
Energie der Sonne: Rechnet sich das?
Lesedauer des Artikels: 2.08 Minuten
08.10.2018
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Lange waren sich viele einig: Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach ist gut für die Umwelt aber rechnet sich selten fürs Portemonnaie. Denn: Die Komponenten waren immer noch recht teuer und dabei nicht besonders effizient und die Einspeisevergütung mittlerweile sehr gering. Doch jetzt zeigt Finanztest im Spezial 10/2018, dass sich einiges geändert hat. In Zeiten, in denen man auf der Bank für sein Geld zum Teil Strafzinsen zahlen muss, redet man hier über Renditen teilweise im zweistelligen Bereich. Wie kann das sein? Wir haben mit unserem Solar-Experten Sven Kiesow darüber gesprochen.
Sven Kiesow: „Das liegt vor allem daran, dass die Preise für Photovoltaikanlagen in den letzten Monaten stark gefallen sind. Außerdem arbeiten die Anlagen immer effizienter: Wo man früher für die Erzeugung von durchschnittlich 2.600 kWh im Jahr 12 Module brauchte, braucht man jetzt nur noch 10. Das reduziert natürlich den Installationsaufwand und die Materialkosten. Aber man darf nicht vergessen: Wichtig ist, dass vom selbst produzierten Strom so viel wie möglich selbst verbraucht wird. Anlagen, die komplett ins öffentliche Netz einspeisen, rechnen sich deutlich weniger.“
Sven Kiesow: „Nein, bei der Berechnung der Rendite ist Finanztest von „Normaljahren“, also Durchschnittswerten, ausgegangen. Bei der Sonneneinstrahlung bei uns in Osnabrück und der Region kann man da von 900 kWh pro kW Leistung ausgehen. So ein toller Sommer wie dieses Jahr ist eher noch das Tüpfelchen auf dem i für alle Photovoltaikanlagen-Besitzer: Im Mai und Juli hatten wir zum Beispiel 50 Prozent mehr Sonnenstunden als normalerweise.“
Sven Kiesow: „Bei einem Verbrauch von 3.500 kWh im Jahr, einem nach Süden ausgerichteten Dach und einem Selbstverbrauch von 25 Prozent rechnet sich eine Photovoltaikanlage. Hier würde eine Anlage mit einer Leistung von 3,4 kWp zum Einsatz kommen. Dafür braucht man eine freie Dachfläche von ca. 20 Quadratmetern. So eine Anlage gibt es schon ab 55 Euro/Monat.“
Sven Kiesow: „Super wäre es natürlich, wenn man einen Teil der Hausarbeiten, die Strom verbrauchen, über Tag erledigt, wenn die Sonne scheint – z.B. Wäsche waschen, den Trockner anstellen oder die Spülmaschine laufen lassen. In den meisten Haushalten sind dann allerdings oft alle Familienmitglieder ausgeflogen. Da können programmierbare Geräte helfen, die z.B. automatisch um die Mittagszeit starten, auch wenn man nicht zuhause ist. Im Schnitt schafft man es so ca. 25 Prozent des selbst erzeugten Stroms selbst zu verbrauchen, der Rest wird eingespeist.“
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3 Kommentare
Sven Hube
26. November 2022 um 8:29
Photovoltaik & Solar ist nicht umsonst im run. Es ist ein sehr wichtiges Thema, was nicht nur für die Umwelt & Nachhaltigkeit eine Rolle spielt.
Joachim
28. März 2022 um 15:01
Gut zu wissen, dass die Preise für Photovoltaikanlagen gefallen sind und es sich so noch leichter lohnt, eine Anlage zu betreiben. Meine Partnerin und ich überlegen uns auch eine Anlage auf unserem Dach installieren zu lassen. Wir werden uns auf jeden Fall dazu beraten lassen.
Giuliano Fuchs
6. Januar 2020 um 22:39
Mich würde interessieren, wie sich ein Ausblick für 2020 darstellt?
Gibt es gravierende Veränderungen zu 2018 ?