Osnabrücks erster Wasserhochhälter am Westerberg: Ein echter Meilenstein in der damaligen Wasserversorgung. Zum ersten Mal…
30.10.2019
Klangwelt des Wasserhochbehälters
Lesedauer des Artikels: 2.75 Minuten
30.10.2019
Lesedauer des Artikels: 2.75 Minuten
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Schritte hallen von den Wänden wider, staunende Gesichter blicken sich um: Der stillgelegte Wasserhochbehälter am Westerberg ist schon etwas ganz Besonderes. Hohe Wände laufen in Schneckenform in die Runde und verschaffen dem Gebäude eine einzigartige Atmosphäre. Besonders Geräusche und Klänge wirken hier ganz anders. „Die Architektur des Raumes zieht einen förmlich hinein“, beschreibt es Roland Krause "KlangBalance" Osnabrück, „das Gleiche tun Klänge auch“. Er ist staatlich geprüfter Atem-, Sprech-und Stimmlehrer (bzw. -therapeut) und Konzert-Hornist. Als er bei einer Führung den Wasserhochbehälter kennenlernte, erkannte er sofort die akustischen Möglichkeiten dieses Raumes, und wie es denn wäre, ihn mit seinen Instrumenten zu testen.
Quelle: Stadt Osnabrück
„Der Wasserhochbehälter ist schon einmalig: Er entwickelt eine faszinierende Klangwelt“
Das liegt vor allem an der Architektur des Raumes. Wie ein liegendes Schneckenhaus aufgebaut, formt der Wasserhochbehälter einen überakustischen Raum, in dem Klänge durch den Hall transportiert werden. Durch diese Symbiose zwischen Architektur, Klang und Hall, kann ein fließendes Miteinander entstehen, was ein facettenreiches Klangspiel hervorbringt. Genau deshalb faszinierte dieser Raum Roland Krause so sehr, dass er schließlich seine Instrumente, die eigene Stimme, das Alphorn und weitere, in den Wasserhochbehälter brachte. „Das Alphorn als klangkräftiges Instrument mit fließenden und weit tragenden Tönen, eignet sich gut dafür, es entsteht ein Zusammenspiel von Klang und Raum." Auch der Obertongesang, in Begleitung mit der Körpertambura (ein obertonreiches Saiteninstrument), die Koshi (kleine Wind- bzw. Klangspiele) und der schwingende Gong wirken hier besonders interessant.
Quelle: Roland Krause, "KlangBalance" Osnabrück
„Der Raum ist wie ein zweites Instrument, mit dem man spielen kann“
Der Wasserhochbehälter bietet viele außergewöhnliche Möglichkeiten, Klänge zu erleben. „Der Raum besitzt eine sensible, aber auch heikle Akustik“, beschreibt es Roland Krause. "Durch den starken Hall- und Echoeffekt können sich Töne übermäßig überlagern. Besonders lange, ausschwingende und langsame Klänge sind gut geeignet. Schnell folgende Klangimpulse, die sich durchaus überlappen können, wie beispielsweise von einem großen Klangkörper (Orchester) gespielt, können kaum differenziert wahrgenommen werden und vermischen sich zu einem musikalischen Klangbrei“. Aber gerade dieser vielschichtige Charakter des Raumes macht es interessant zu experimentieren. Denn hier können vielfältige Klänge oder Geräusche zu einer ganzen Klangwelt verschmelzen.
Diesen Effekt machte sich auch das Trio „Geplante Obsoleszenz" zu Nutze. Die Künstler setzten im Zuge der Langen Klangnacht 2019 Klangimpulse im Wasserhochbehälter.
Das Ergebnis: eine interessante Geräuschlandschaft, die sich immer weiter im Raum ausbreitete. Einfachste Mittel, wie Metallbehälter, Gläser oder Wasser, ließen so spannende Klangkombinationen entstehen.
Bei der Langen Klangnacht präsentierten verschiedenste Künstler ihre musikalischen Werke. Die unterschiedlichen Stationen waren zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar. Weitere Informationen dazu finden sie hier.
Quelle: Stadt Osnabrück
Ob aus architektonischer oder musikalischer Sicht - der Wasserhochbehälter macht neugierig. Aus wiederhallenden Schritten oder Tönen werden Klänge. Was passiert, wenn man mehr macht? Für Musiker und andere Künstler bietet der Raum äußerst spannende Möglichkeiten. „Der Wasserhochbehälter lässt sich akustisch sicherlich mit dem Gasometer in Oberhausen vergleichen, aber in Form und Akustik ist er in der Region von Osnabrück einzigartig", bestätigt Roland Krause. Mit dem Wasserhochbehälter als außergewöhnlichen Anziehungspunkt eröffnen sich somit vielfältige Nutzungsmöglichkeiten, auf die ihr euch freuen könnt.
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